Dii consentes: Hauptgötter der römischen Mythologie

Dii consentes: Hauptgötter der römischen MythologieDie Dii consentes bilden eine Gruppe von zwölf Gottheiten, die zu den bekanntesten Hauptgöttern der römischen Mythologie gehören. Sechs Göttinnen und sechs Götter vereinen wichtige Bereiche des menschlichen Lebens: staatliche Ordnung, Krieg, Landwirtschaft, Handel, Handwerk, Familie und religiöse Gemeinschaft. Zur Gruppe zählen Jupiter, Juno, Minerva, Vesta, Ceres, Diana, Venus, Mars, Mercurius, Neptun, Vulcanus und Apollo. Ihre Namen begegnen in antiken Texten, ihre Bilder standen nach Varros Bericht vergoldet am Forum. Besonders anschaulich wird ihre gemeinsame Verehrung bei einem Göttermahl, für das Livius sechs Paare nennt. Die Zwölfzahl gibt dieser Zusammenstellung eine feste Gestalt, während die einzelnen Gottheiten ihre eigenen Heiligtümer, Aufgaben und Geschichten behalten. Dadurch verbindet die Gruppe ein übersichtliches Verzeichnis berühmter Namen mit konkreten Zeugnissen römischer Religion.

Die Bedeutung der Dii consentes reicht deshalb über eine Aufzählung hinaus. An ihnen lässt sich erkennen, wie römische Vorstellungen von göttlichem Schutz mit griechischen Erzählungen und öffentlichen Ritualen zusammenwirkten. Jupiter wurde mit Zeus verbunden, Venus mit Aphrodite und Minerva mit Athene; zugleich gehörten sie zu einer religiösen Welt, deren Feste, Priesterämter und Kultorte in Rom verankert waren. Auch die Auswahl der zwölf Namen ist aufschlussreich: Janus, Saturn und weitere bedeutende Gottheiten der römischen Mythologie stehen außerhalb dieser Gruppe. „Hauptgötter“ bezeichnet hier eine besonders bekannte Zusammenstellung und keine vollständige Rangliste aller römischen Kulte. Wer ihre Stellung verstehen möchte, muss daher sowohl die einzelnen Gestalten als auch die Anlässe betrachten, bei denen sie gemeinsam erscheinen. Gerade diese Verbindung von Mythologie und Verehrung macht die Zwölfergruppe historisch interessant.

Bedeutung und Herkunft der Dii consentes

Die Bezeichnung Dii consentes begegnet auch in der Form Dei consentes. Sie wird häufig sinngemäß als „übereinstimmende“ oder „beratende Götter“ wiedergegeben. Damit tritt die Vorstellung einer gemeinsam handelnden göttlichen Versammlung hervor. Die Dii consentes sind jedoch kein Priesterkollegium und keine Gemeinschaft menschlicher Amtsträger: Der Name bezeichnet die Gottheiten selbst. Die Verbindung mit einem Götterrat erklärt, weshalb Jupiter als übergeordnete Gestalt bei solchen Vorstellungen eine wichtige Rolle spielt. Zugleich stammt das Wissen über die Gruppe aus unterschiedlichen Zeugnissen. Eine dichterische Namensliste, ein Bericht über ein öffentliches Fest und eine Nachricht über Standbilder behandeln jeweils andere Seiten ihrer Bedeutung. Erst ihr Zusammenspiel macht verständlich, wie aus zwölf bekannten Gestalten eine gemeinsam wahrgenommene Gruppe wurde, ohne die Besonderheiten ihrer einzelnen Kulte aufzuheben.

Zur Vorgeschichte gehören griechische Zwölfgöttervorstellungen und die religiösen Traditionen der Etrusker. Seneca berichtet in den Naturales quaestiones 2,41 über eine etruskische Blitzlehre: Vor dem Schleudern einer bestimmten Art von Blitz zieht Jupiter zwölf Gottheiten zu Rate. Dieser Text belegt die Vorstellung eines göttlichen Beratungskreises, nennt an dieser Stelle aber nicht die zwölf römischen Namen. Eine direkte Gleichsetzung dieses Rates mit der bekannten Liste würde deshalb über Senecas Aussage hinausgehen. Für die Dii consentes ist die Verbindung mehrerer Traditionen bedeutsam, deren genaue Entwicklung sich nicht als einfache Gründungsgeschichte erzählen lässt. Die Zwölfzahl konnte eine umfassende Gemeinschaft göttlicher Mächte ausdrücken. Welche Gestalten ihr zugeordnet wurden und wie sie gemeinsam auftraten, wird dagegen erst durch die jeweiligen römischen Zeugnisse konkret.

Welche zwölf Hauptgötter gehörten zur Gruppe?

Eine wichtige Namensliste stammt von Ennius, einem Dichter des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr. Überliefert sind die beiden Verse unter anderem bei Apuleius in De deo Socratis, Kapitel 2. Zuerst erscheinen Juno, Vesta, Minerva, Ceres, Diana und Venus, anschließend Mars, Mercurius, Jupiter, Neptunus, Vulcanus und Apollo. Diese Reihenfolge ordnet die Dii consentes nach sechs weiblichen und sechs männlichen Gestalten. Sie beschreibt weder einen Stammbaum noch die Abfolge ihrer Tempelgründungen. Auch die heute vertrauten deutschen Namen können vom lateinischen Wortlaut abweichen: Neptun entspricht Neptunus, Merkur dem Mercurius und Vulkan dem Vulcanus. Die Unterschiede betreffen die Namensform, während die Zusammensetzung der Gruppe dieselbe bleibt. Die dichterische Liste macht die zwölf Namen gemeinsam erinnerbar und liefert einen klaren Bezugspunkt für ihre spätere Darstellung.

Die Hauptgötter decken dabei ein breites Spektrum göttlicher Zuständigkeiten ab. Mit Jupiter verbindet sich die Ordnung des Gemeinwesens, mit Ceres die Versorgung durch Getreide und mit Vesta die Beständigkeit des Herdfeuers. Andere Gestalten stehen für Tätigkeiten, Fähigkeiten oder Beziehungen, die das Leben ebenfalls prägen. Solche Aufgaben sind jedoch nicht wie voneinander abgeschlossene Verwaltungsbereiche zu verstehen. Eine Gottheit konnte unter verschiedenen Beinamen verehrt werden und je nach Kultort besondere Schwerpunkte besitzen. Innerhalb der Dii consentes bildeten Jupiter, Juno und Minerva außerdem die Kapitolinische Trias, eine eigene Dreiergruppe mit einem gemeinsamen Heiligtum auf dem Kapitol. Die Zwölfergruppe bündelt somit Gottheiten, die zugleich anderen religiösen Zusammenhängen angehören. Ihre Gemeinsamkeit ersetzt weder die einzelnen Kultformen noch die Bedeutung kleinerer, besonders eng verbundener Gruppen.

Die zwölf Hauptgötter: Aufgaben und Symbole

Gottheit Wichtige Aufgaben und Bezüge Typische Bildattribute
Jupiter Himmel, Gewitter und Schutz des Staates Blitz, Adler, Zepter
Juno Ehe, Frauen und Geburt Pfau, Diadem
Minerva Weisheit, Künste und Handwerk Helm, Eule, Ägis
Vesta Herdfeuer und religiöse Beständigkeit Feuer, verhüllte Gestalt
Ceres Ackerbau und Getreide Ähren, Fackel
Diana Jagd, Wälder und Schutz bei Geburten Bogen, Hirsch
Venus Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit Taube, Muschel
Mars Krieg und Schutz der römischen Gemeinschaft Helm, Speer, Schild
Mercurius Handel, Reisen und Botendienst Heroldsstab, Flügelhut, Geldbeutel
Neptun Meer und Gewässer Dreizack, Delfin
Vulcanus Feuer und Schmiedehandwerk Hammer, Zange
Apollo Weissagung, Musik und Heilkunst Lyra, Lorbeer, Bogen

Die Verehrung der Dii consentes beim Göttermahl

Ein besonders deutlicher Beleg für die gemeinsame Verehrung ist das Lectisternium des Jahres 217 v. Chr. Livius schildert es in Ab urbe condita 22,9–10 im Zusammenhang mit der römischen Niederlage gegen Hannibal am Trasimenischen See. Nach der Befragung der Sibyllinischen Bücher wurden mehrere religiöse Maßnahmen beschlossen. Dazu gehörte ein dreitägiges Göttermahl unter der Aufsicht der zuständigen zehn Priester. Für die zwölf Gottheiten standen sechs Polsterlager bereit. Ein Lectisternium stellte die angesprochenen Götter durch ihre Bilder als Teilnehmer eines Mahls dar; Speisen wurden ihnen rituell angeboten. So erhielt die Gemeinschaft der Dii consentes eine sichtbare Form. In einer schweren Krise verband die Stadt die Suche nach militärischen Lösungen mit Handlungen, durch die das Verhältnis zu den göttlichen Mächten wieder geordnet werden sollte.

Die sechs Paare folgen einer rituellen Anordnung, die mehrere Arten von Beziehungen nebeneinanderstellt. Jupiter und Juno sind als göttliches Herrscherpaar vertraut, Apollo und Diana als Geschwister. Andere Zusammenstellungen lassen sich nicht als Eheverbindungen lesen, etwa Neptun und Minerva oder Mercurius und Ceres. Für das Verständnis der Dii consentes ist daher der Anlass entscheidend: Livius beschreibt die Verteilung auf die Polsterlager dieses Festes. Das gemeinsame Mahl bringt die angesprochenen Gottheiten in einen Zusammenhang, ohne alle ihre mythologischen Beziehungen nach demselben Muster zu ordnen. Die religiöse Handlung verwendet ein vertrautes Bild menschlicher Gemeinschaft, das Zusammensein bei einer Mahlzeit. Die folgende Grafik zeigt ausschließlich diese belegte Paarordnung. Sie ergänzt damit die Übersicht über Aufgaben und Symbole um einen anderen Aspekt: den gemeinsamen Auftritt der zwölf Gestalten im öffentlichen Ritual.

Sechs Paare beim Göttermahl

Dii consentes · 217 v. Chr. · nach Livius

Jupiter & Juno
Neptun & Minerva
Mars & Venus
Apollo & Diana
Vulcanus & Vesta
Mercurius & Ceres

Die Paare zeigen die rituelle Anordnung bei dem von Livius beschriebenen Fest. Sie bilden keine allgemeine Ordnung von Ehe- oder Verwandtschaftsbeziehungen.

Dii consentes und die griechischen Götter

Die Dii consentes lassen sich weitgehend mit griechischen Gottheiten in Beziehung setzen. Jupiter entspricht Zeus, Juno Hera, Minerva Athene und Ceres Demeter. Diana wird mit Artemis verbunden, Venus mit Aphrodite, Mars mit Ares und Mercurius mit Hermes. Neptun entspricht Poseidon, Vulcanus Hephaistos und Vesta Hestia; Apollo trägt auch in Rom den Namen des griechischen Apollon. Solche Entsprechungen eröffneten den römischen Dichtern und Künstlern ein umfangreiches Repertoire an Familiengeschichten, Abenteuern und Bildmotiven. Zugleich blieb die Zusammensetzung griechischer Zwölfgöttergruppen nicht überall gleich. In verbreiteten Darstellungen erscheint Dionysos anstelle von Hestia. Für die hier behandelte römische Liste ist dagegen Vesta enthalten, während Bacchus beziehungsweise Liber außerhalb steht. Ein Vergleich der Dii consentes mit „den zwölf Olympiern“ muss deshalb erkennen lassen, welche griechische Zusammenstellung jeweils gemeint ist.

Die römische Bedeutung der Gestalten erschließt sich besonders dort, wo sie mit der Geschichte und den Institutionen der Stadt verbunden sind. Mars gilt in der Gründungsüberlieferung als Vater von Romulus und Remus. Venus ist als Mutter des Aeneas mit der trojanischen Herkunftsgeschichte verbunden, auf die sich römische Familien und politische Selbstdarstellungen beriefen. Vestas Feuer wiederum wurde im öffentlichen Kult von den Vestalinnen gehütet und erhielt eine Bedeutung für die Gemeinschaft. Die Dii consentes gehören damit zu einer Welt, in der übernommene Erzählungen mit eigenen Formen göttlicher Nähe verbunden wurden. Griechische Entsprechungen helfen, viele Geschichten und Attribute zu verstehen; die konkreten römischen Aufgaben ergeben sich aus den jeweiligen Kulten und Überlieferungen. Gerade das Zusammenspiel beider Ebenen erklärt, warum bekannte Gestalten in Rom eigene religiöse und gesellschaftliche Schwerpunkte entwickeln konnten.

Die Dii consentes am Forum Romanum

Varro erwähnt in De re rustica 1,1,4 vergoldete Bilder von sechs Göttern und ebenso vielen Göttinnen am Forum. Damit sind die Dii consentes auch als sichtbare Gemeinschaft im öffentlichen Zentrum Roms bezeugt. Mit ihrer Verehrung wird die Porticus Deorum Consentium am nordwestlichen Rand des Forum Romanum verbunden, am Fuß des Kapitols zwischen dem Saturntempel und dem Tempel des Vespasian. Die Anlage umfasst eine Säulenhalle und dahinterliegende Räume, die sich dem winkelförmigen Gelände anpassen. Ihre bekannte Architektur geht wesentlich auf Umbauten der Kaiserzeit zurück; ältere Anfänge werden ebenfalls diskutiert. Die Aufstellung der einzelnen Bilder innerhalb der Anlage ist nicht vollständig gesichert. Der Ort verband jedenfalls die göttliche Gemeinschaft mit einem Bereich, in dem politische Entscheidungen, öffentliche Begegnungen und die Verehrung zahlreicher Gottheiten räumlich eng zusammenlagen.

Eine erhaltene Inschrift nennt die Erneuerung unter dem Stadtpräfekten Vettius Agorius Praetextatus im Jahr 367 n. Chr. Sie bezieht sich auf die heiligen Bilder und die Ausstattung des Ortes. Für die Dii consentes ist das ein wertvolles Zeugnis ihrer Präsenz in der Spätantike: In einer Zeit, in der das Christentum bereits erheblichen Einfluss besaß, wurde ein Ort der traditionellen Götterwelt wiederhergestellt. Welchen Umfang fortgesetzte Kulthandlungen hatten, lässt sich aus der Bauinschrift allein nicht vollständig ablesen. Greifbar sind zunächst die Maßnahme und ihr verantwortlicher Amtsträger. Die heute sichtbare Säulenhalle enthält antike Substanz und restaurierte Teile. Deshalb ergänzen sich Schriftquellen, Inschrift und archäologischer Befund bei der Beschreibung des Heiligtums, ohne dass daraus ein in allen Einzelheiten gesichertes Bild seiner langen Nutzungsgeschichte entsteht.

Warum fehlen Janus, Saturn und Bacchus?

Die feste Namensliste der Dii consentes kann den Eindruck erwecken, dass alle wichtigen Gottheiten der römischen Mythologie darin enthalten sein müssten. Tatsächlich besitzen auch andere Gestalten herausragende Aufgaben. Janus ist mit Anfängen und Übergängen verbunden, Saturn mit einem bedeutenden Fest, den Saturnalia. Bacchus und Liber gehören zu den Vorstellungen von Wein, Fruchtbarkeit und religiöser Feier. Die Unterwelt wiederum ist mit Gottheiten wie Dis Pater und Proserpina verbunden. Ihre Abwesenheit aus der Liste bedeutet keine allgemeine Bedeutungslosigkeit. Der Ausdruck „Hauptgötter“ fasst vielmehr die Bekanntheit und gemeinsame Verehrung einer bestimmten Gruppe zusammen. Er ordnet nicht jeden Kult nach einer einzigen verbindlichen Rangfolge. Die Dii consentes stehen innerhalb einer vielgestaltigen Religion, in der Städte, Familien, Berufsgruppen und einzelne Heiligtümer unterschiedliche göttliche Mächte besonders hervorheben konnten.

Wie stark eine Auswahl vom jeweiligen Zusammenhang abhängen konnte, zeigt gerade Varros Werk über die Landwirtschaft. Nach dem Hinweis auf die städtischen Dii consentes ruft er zwölf Gottheiten an, die für das bäuerliche Leben besonders wichtig sind: Jupiter und Tellus, Sol und Luna, Ceres und Liber, Robigus und Flora, Minerva und Venus sowie Lympha und Bonus Eventus. In dieser Zusammenstellung treten Erde, Himmelslauf, Ertrag, Blüte, Wasser und günstiges Gelingen hervor. Manche Namen stimmen mit der bekannten Zwölfergruppe überein, andere kommen hinzu. Varro verändert damit nicht einfach das Verzeichnis der Dii consentes, sondern richtet seine Anrufung auf das Thema seines Buches aus. Der Text macht die praktische Verbindung zwischen göttlichem Schutz und menschlichen Tätigkeiten verständlich. Eine Gruppe von zwölf Gottheiten konnte unterschiedliche Bedürfnisse bündeln, ohne andere Formen der Verehrung auszuschließen.

Quellen und weiterführende Literatur

Antike Texte belegen die Namensliste, das öffentliche Göttermahl und die Standbilder. Archäologische Darstellungen erläutern die Porticus; kunsthistorische Beschreibungen helfen bei der Einordnung griechischer Entsprechungen und Bildattribute.

  1. Namensliste und Begriff:
    Apuleius, De deo Socratis 2, mit den bei ihm überlieferten Versen des Ennius; ergänzend
    Lewis und Short, A Latin Dictionary: consentes.
  2. Standbilder und landwirtschaftliche Göttergruppe:
    Varro, De re rustica 1,1,4–6.
  3. Öffentliches Göttermahl und römische Überlieferungen:
    Livius, Ab urbe condita 22,9–10; zu Aeneas, Mars und den Vestalinnen außerdem
    Buch 1,1; 1,4; 1,20.
  4. Etruskische Blitzlehre und Götterrat:
    Seneca, Naturales quaestiones 2,41.
  5. Architektur und Restaurierung der Porticus:
    Platner und Ashby, A Topographical Dictionary of Ancient Rome: Porticus Deorum Consentium; ergänzend
    Humboldt-Universität zu Berlin, Digitales Forum Romanum: Porticus Deorum Consentium.
  6. Griechische Entsprechungen und Bildattribute:
    Colette und Seán Hemingway, Greek Gods and Religious Practices, Metropolitan Museum of Art.

Häufige Fragen zu den Dii consentes

Die folgenden Fragen betreffen die Zusammensetzung der Gruppe, ihre Beziehung zur Kapitolinischen Trias und die Bedeutung der überlieferten Götterpaare.

Was sind die Dii consentes?

Die Dii consentes sind eine Gruppe von zwölf römischen Gottheiten, bestehend aus sechs Göttinnen und sechs Göttern. Sie erscheinen gemeinsam in antiken Namenslisten, bei einem öffentlichen Göttermahl und in der Überlieferung vergoldeter Standbilder am Forum Romanum.

Welche Götter gehören zu den Dii consentes?

Zur Gruppe gehören Jupiter, Juno, Minerva, Vesta, Ceres, Diana, Venus, Mars, Mercurius, Neptun, Vulcanus und Apollo. Die Namen sind unter anderem durch Verse des Ennius überliefert, die Apuleius in De deo Socratis zitiert.

Sind die Dii consentes dasselbe wie die Kapitolinische Trias?

Die Kapitolinische Trias umfasst Jupiter, Juno und Minerva. Diese drei Gottheiten gehören auch zu den Dii consentes, bilden aber eine eigene Dreiergruppe mit einem gemeinsamen Heiligtum auf dem Kapitol. Die Zwölfergruppe ist daher umfangreicher.

Waren die sechs Götterpaare ausschließlich Ehepaare?

Die von Livius für das Lectisternium von 217 v. Chr. genannten Paare waren nicht ausschließlich Ehepaare. Apollo und Diana sind beispielsweise Geschwister. Die Paarordnung beschreibt die Verteilung auf sechs Polsterlager bei diesem Göttermahl und keinen einheitlichen Stammbaum.

Zur Erstellung und Prüfung dieses Artikels

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der genannten Quellen auf sachliche Plausibilität geprüft. Die abschließende redaktionelle Freigabe liegt beim Herausgeber. Antike Überlieferungen können voneinander abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Stand der Informationen: 9. Oktober 2026